Drei Parteien schließen sich für ein innovatives Programm zusammen

2016 starteten die Fondation BNP Paribas Suisse, die Organisation Pro Senectute Genève und die Universität Genf gemeinsam ein Programm mit dem Titel „1h par m: un étudiant sous mon toit“ (auf Deutsch etwa: „eine Stunde pro Quadratmeter: ein Student unter meinem Dach“). Diese Initiative der Universität Genf verschreibt sich dem ehrgeizigen Ziel, die soziale Isolation von Senioren zu bekämpfen, die Beziehungen zwischen Jung und Alt zu stärken und zugleich Studierenden in Genf den Zugang zu Wohnungen zu erleichtern. So bietet das Programm Wohnraum (ein Zimmer in der Wohnung einer älteren Person) im Austausch gegen Zeit und Unterstützung – etwa beim Umgang mit dem PC, beim Einkaufen, Heimwerken oder Kochen, bei der Gartenarbeit, in Form von Gesprächen in einer Fremdsprache oder Babysitten.

©Carla da Silva

Eine Erfolgsgeschichte: wachsende Beliebtheit und echte Wirkung

Mit einem steten Anstieg von 23 Studierenden-Senioren-Tandems 2016 auf fast 70 im Jahr 2020 wurde das Programm „1h par m2“ schnell zu einem unbestreitbaren Erfolg. Dabei wurde die enge persönliche Betreuung eines jeden Tandems stets aufrechterhalten, um ein gutes Miteinander zu gewährleisten. Bis Ende 2020 hatten insgesamt 203 Jugendliche aus aller Welt Gelegenheit, mit einer bzw. einem der 140 Gastgeberinnen und Gastgeber im Alter von durchschnittlich 75 Jahren eine solche Erfahrung des generationenübergreifenden Zusammenlebens zu machen. Heute macht das Angebot des Programms 10%t der von der Universität Genf verwalteten Zimmer aus – vergleichbar mit einem kleinen Studentenwohnheim.

Seit Beginn der Initiative erfreut sich das Programm zudem einer fortwährenden Medienberichterstattung und wurde mit dem „Kantonpreis der nachhaltigen Entwicklung“ (Prix cantonal du développement durable) 2018 sowie dem „Jugendpreis“ (Prix Jeunesse) des Jugendparlaments 2019 ausgezeichnet. Darüber hinaus wird „1h par m2“ im Genfer kantonalen Plan für Prävention und Gesundheitsförderung 2019-2023 als eine der zu unterstützenden Aktionen im Rahmen des Schwerpunkts „Wohlbefinden und Lebensqualität im Alter“ (action 6.1) genannt.

Angesichts des Mehrwerts, der sozialen Wirkung und des Erfolgs dieser Initiative hat sich die Stiftung Fondation BNP Paribas Suisse nach fünf Jahren der Zusammenarbeit mit Begeisterung dazu bereiterklärt, ihre Unterstützung für das Programm „1h par m2“ bis Ende 2024 zu verlängern.

Festhalten an den Zielen des Programms trotz Pandemie

Obwohl das Zusammenleben von Jung und Alt in Zeiten der Pandemie zu einer sehr heiklen Situation wird, wird das Programm mit Genehmigung des Kantonsarztes weitergeführt. In der Tat zeigten sich mehrere der älteren Teilnehmenden trotz der Gesundheitsrisiken gewillt, weiterhin mit „ihren“ Studierenden zusammenzuleben. „Oh, nein, Sie werden mir doch nicht meine Studentin wegnehmen, wo ich schon meine Familie nicht mehr sehe!“, entrüstete sich eine Dame von 86 Jahren. Sie habe, so fügte sie hinzu, ein schönes Leben genossen und fürchte sich nicht vor einem baldigen Tod, sollte dies ihr Schicksal sein. So konnten etwa 40 ältere Personen in diesen Pandemiemonaten auf die Anwesenheit eines jungen Menschen in ihrem Zuhause vertrauen und das Programm erfüllte weiter seinen Zweck – den Kampf gegen die soziale Isolation.

Um jeder Situation gerecht zu werden, wurden spezielle Unterstützungsmöglichkeiten eingerichtet. Als die Tochter einer 75-jährigen Gastgeberin ihrer Mutter, bei der drei Tage zuvor eine Studentin eingezogen war, erklärte, es komme nicht in Frage, dass sie eine Jugendliche aufnehme, half das Programm dem jungen Mädchen bei der Suche nach einem neuen Gastgeber

Sabine Estier Thévenoz, Programmleiterin

Nachdem die Universität gänzlich auf digitalen Unterricht umgestellt hatte, beschlossen einige Studierende, die für sie zu teure Stadt Genf zu verlassen. Für die Gastgeberinnen und Gastgeber, die nicht alleine bleiben wollten, musste daher kurzerhand jemand Neues gefunden werden.

Intensivierte Betreuung

Die Studierenden erhielten konkrete Empfehlungen zu den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen. So wurden Möglichkeiten geschaffen, mit dem Coronavirus infizierte Studierende anderweitig unterzubringen, sodass sie während der Quarantäne ihre Gastgeberinnen und Gastgeber nicht anstecken. Da die Studierenden in ihrem Zimmer ihrem Unterricht nachgingen, war es manchmal notwendig, die Senioren daran zu erinnern, dass ihre jungen WG-Mitglieder aufgrund ihrer reinen Anwesenheit nicht unbedingt jederzeit verfügbar sind. Im Übrigen berichteten einige Studierende, dass ihnen diese Phase der einsamen Arbeit und Prüfungsvorbereitung schlecht bekommen sei.

Letztendlich gehen dank der intensiveren Betreuungsarbeit etwa 60 Tandems gemeinsam durch diese so ungewöhnliche Zeit der Pandemie. Dank dieser Anpassungen konnte sich das Programm weiterhin gegen die soziale Isolation von Senioren einsetzen, die während dieser Pandemie nicht allein gelassen werden möchten.

BNP Paribas in der Schweiz freut sich trotz der schwierigen Umstände über die Neuauflage seiner jährlichen Begegnung mit der Kunstwelt. Damit bekräftigt das Schweizer Geldhaus seine Unterstützung für die Messe für Kunstwerke auf Papier WoPart (Work on Paper Art fair) dieses Mal in einem innovativen, digitalen Format.

WoPart 2020 : Innovatives Format

Seit drei Jahren findet die Messe in Lugano statt. Dieses Jahr lädt WoPart die Besucher zu einem virtuellen Besuch der Messe und von zwei Bereichen ein, die der Fondation BNP Paribas Suisse gewidmet sind.

Der erste Bereich ist bedeutenden Werken auf Papier aus der Sammlung der Stiftung gewidmet, insbesondere von Le Corbusier, David Hockney oder Joan Miró.

Im zweiten Bereich wird den Besuchern eine virtuelle Ausstellung mit aktuellen Werken von Lisa Lurati gezeigt. Die vielversprechende junge Künstlerin aus dem Tessin wurde vom Kunstkomitee der Stiftung ausgewählt. Die Besucher können dabei eine Auswahl von Werken auf Papier (hauptsächlich Fotografien) entdecken, die sie während ihres Kunstaufenthalts in der Pariser Cité des Arts vor einigen Monaten realisiert hat. Ihre Arbeiten werden daneben auch in den Räumen und Fluren der Bank in Lugano gezeigt.

Lisa LURATI: ein bemerkenswertes Talent !

Lisa Lurati wurde 1989 in Lugano geboren. Mit Vorliebe experimentiert sie mit einer breiten Palette von Techniken auf Papier, wie Fotografie oder Malerei, aber auch mit Cyanotypie, Bildhauerei oder Videos. Ihr Werk nimmt einen ganz besonderen Raum ein. In ihm vermischt sich pure Ästhetik mit Intimem, stehen meditative Zustände im Dialog mit Absurdem oder Alltäglichem. Damit skizziert sie die Konturen eines Universums, in dem sich Demut und Bewunderung zwischen innerer und äußerer Welt vermischen.

Lisa hat vor Kurzem ihren Master am Institut Kunst in Basel (FHNW) absolviert. Ferner hat sie am Centre d’Enseignement Professionnel de Vevey (CEPV) Fotografie studiert. 2021 wird im Centre d’Art Contemporain d’Yverdon (CACY) ihre zweite Solo-Ausstellung gezeigt, nach dem Photoforum Pasquart (Biel) im Jahr 2018.

Untitled, 2020 Colored photogram 40 x 30 cm – unique

Die Stiftung: Unterstützung für junge Schweizer Künstler

Die Stiftung will mit verschiedenen Initiativen wie dem Lugano Art Event auf die Werke junger Absolventen aufmerksam machen. Die Veranstaltungen dienen als Sprungbrett für aufstrebende Künstler. Das gilt insbesondere für den Kanton Tessin, der keine eigene Kunstschule hat.

Das Lugano Art Event bietet jedes Jahr Raum für einen qualifizierten Dialog zwischen den Kunden der Bank, dem bzw. der ausgewählten KünstlerIn und den Verantwortlichen der Kultureinrichtungen vor Ort.

Lisa Lurati, Stage of Disapearance, 2020 (work in progress)

Lisa Lurati, Stage of Disapearance, 2020 (final work)

Mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Familienangehörigen hatten sich für eine Teilnahme am Mitarbeiter-Comic-Preis BD Zoom 2020 angemeldet. Sehen Sie hier den Comic, der aus der Online-Abstimmung als Gewinner hervorging.

Fünf Jahre öffentlich-private Partnerschaft

Der Comic-Preis ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem Departement für Erziehungswesen, Bildung und Jugend und der Fondation BNP Paribas Suisse, der Initiatorin des Projekts. Der Preis soll einerseits den Jugendlichen Comics näherbringen sowie Autoren aus der französischen Schweiz fördern und andererseits die Kultur einem größeren Publikum zugänglich machen.

„Der Comic-Preis „BD Zoom“ ist in erster Linie eine Einladung an die Schülerinnen und Schüler sich auf Entdeckungsreise zu begeben, um aussergewöhnliche Literturwerke kennenzuleren, die in der Schule als Lesestoff so nicht behandelt bzw. erwartet werden.
Durch ein Comic zu blättern heisst, sich einer einzigartigen Welt zu öffnen, mit ihrem ganz eigenen Erzählkodex und ihrer individuellen Ästhetik.

Da in der gängigen Schulbildung Comics nicht zum Kernstück des Lehrplans gehören, ermöglichen sie den Schülerinnen und Schülern eine viel unvoreingenommenere, autonomere und zweifellos unkompliziertere Lektüre und Herangehensweise als dies oft bei einem klassischen Roman der Fall ist.

Das Kennenlernen dieser Literaturwerke wird von einer wertvollen weiteren Erfahrung begleitet: dank der Begegnung mit den Autorinnen und Autoren der Comics wird den Schülerinnen und Schülern zusätzlich bewusst, dass hinter jedem Comic und jedem Werk eine Persönlichkeit mit ihrer jeweils sehr eigenen Arbeit und ihren eigenen Wünschen und Phantasien steckt…

Es mag ein wenig verrückt klingen, aber auf diese Weise erhoffen wir uns, dass die Schülerinnen und Schüler, die an diesem Abenteuer teilnehmen konnten, auch in Zukunft Lust und Freude daran haben werden, andere Welten zu entdecken, wie sie sie Bücher uns eröffnen. » Gabriella Della Vecchia, Kulturrätin, Ecole&Culture, Service écoles et sport, art, citoyenneté, Département de l’instruction publique de la formation et de la jeunesse, Kanton Genf.

Fünfjähriges Jubiläum der anderen Art

Seit fünf Jahren wird mit dem Prix BD Zoom ein von einem Autor aus der französischen Schweiz geschaffenes Comic-Album ausgezeichnet, das im Laufe des Jahres veröffentlicht wurde. Die Wahl treffen dabei Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe 2 (15-19 Jahre). Über die individuelle Vorstellung und die Preisverleihung hinaus finden vor allem Begegnungen und Austausch statt. Normalerweise werden über hundert Treffen organisiert: Die Werke werden in der Schule besprochen, und die Autoren kommen zu Besuch, um zum besseren Verständnis ihrer Werke beizutragen.

In diesem Jahr musste das ursprünglich geplante Format neu gestaltet werden. Neben den Schülern der Sekundarstufe vergaben auch die Mitarbeiter von BNP Paribas einen «Mitarbeiterpreis» an den Autor ihrer Wahl.

Da persönliche Zusammenkünfte mit den Schülern und Mitarbeitern nicht möglich waren, beantworteten die Autoren eine Reihe von Fragen per Video.

Das Kennenlernen dieser Literaturwerke wird von einer wertvollen weiteren Erfahrung begleitet: dank der Begegnung mit den Autorinnen und Autoren der Comics wird den Schülerinnen und Schülern zusätzlich bewusst, dass hinter jedem Comic und jedem Werk eine Persönlichkeit mit ihrer jeweils sehr eigenen Arbeit und ihren eigenen Wünschen und Phantasien steckt… ”

Gabriella Della Vecchia

Drei Finalisten mit sehr unterschiedlichen Projekten

2020 nahmen mehr als 700 Genfer Schüler am Wettbewerb teil und wählten die Alben Femme Sauvage von Tom Tirabosco, L’enquête de l’Inspecteur Mc Cullehan von Pierre Schilling und Saccage von Frederik Peeters in die Endausscheidung.

Tom Tirabosco wird von Schülern und Mitarbeitern ausgezeichnet.

Bei einer vom DIP im Mai organisierten Online-Abstimmung entschieden sich die Schüler für die Arbeit von Tom Tirabosco, Femme Sauvage, als Sieger.

Dasselbe galt für die Mitarbeiter von BNP Paribas in der Schweiz. Da nach den Diskussionsrunden keine Treffen mit den Autoren möglich waren, hatten die Mitarbeiter die Möglichkeit, online für ihr favorisiertes Album zu stimmen. Genau wie die Schüler waren auch die Mitarbeiter von Femme Sauvage, dem Werk von Tom Tirabosco, besonders fasziniert.

Femme Sauvage, eine Dystopie, die für eine Rückkehr zur Natur eintritt.

Femme Sauvage erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die sich mit einer feindseligen Natur konfrontiert und dadurch gezwungen sieht, ihre Grenzen zu überschreiten. Wir begegnen sowohl der Schönheit als auch der Grausamkeit in einer Welt, der unsere eigene in nicht allzu ferner Zukunft ähneln könnte.

«In einer nahen Zukunft, in einer Welt im völligen Chaos, in der ungezügelter Kapitalismus und Klimawandel die Ordnung der Dinge durcheinander gebracht haben, macht sich eine junge Frau allein auf den Weg in die Rebellion. Dafür muss sie eine lange Reise in einer feindseligen Natur unternehmen – eine Reise, die sie bis an ihr ureigenes Ziel führt. »

750 Schüler der Sekundarstufe II küren Tom Tirabosco zum Gewinner des Comic-Preises BD Zoom 2020 für sein Album „Femme sauvage“. Dieser Preis soll die Vitalität und den Reichtum des westschweizerischen Comics zur Geltung bringen und gleichzeitig zum Lesen anregen. Er wird in Partnerschaft mit der BNP Paribas Swiss Foundation.

Der Comic-Preis BD Zoom ermöglicht Klassen verschiedener Bildungsgänge des DIP, den zeitgenössischen Comic zu entdecken und Autoren in der Klasse zu treffen. Zwischen Oktober und Februar fanden insgesamt 120 persönliche Besuche der sechs ausgewählten Autoren sowie Atelierbesuche und Ausstellungen statt. Nach dieser ersten Runde wählten die Schüler drei Alben für das Finale aus: Femme sauvage von Tom Tirabosco (Verlag: Futuropolis), L’enquête de l’inspecteur Mc Cullehan von Pierre Schilling (Verlag: Les requins marteaux) und Saccage von Frederik Peeters (Verlag Atrabile).

Angesichts der Hygienerichtlinien im Zusammenhang mit COVID-19 und der Schließung der Klassen musste die letzte Abstimmung der Schüler online durchgeführt werden. Die drei Finalisten nutzten neue Technologien und erstellten Video-Clips, die sich an die Schüler richten, um ihr Interesse neu zu wecken, eine kreative Dynamik wiederzubeleben und sie bei ihrer Abstimmung zu unterstützen.

Besonders berührt waren die Schüler von Femme sauvage von Tom Tirabosco, ein Schwarzweiß-Comic, der die Suche einer wütenden Frau schildert, die vor einer Welt im Chaos flieht, um sich Rebellen im Wald anzuschließen. Ihre Reise soll sie an ihre Grenzen bringen. Ein umweltbezogenes Thema, das in der jetzigen Zeit auf besondere Resonanz stößt. Tom Tirabosco hatte bereits 2016 mit seinem bei Atrabile erschienen Album Wonderland den Preis BD Zoom gewonnen.

Neben dem pädagogischen Anspruch wird mit dem Preis BD Zoom auch besonderer Wert auf die Förderung der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einrichtungen des DIP gelegt, zu denen auch die Auszubildenden des ECG Aimée-Stitelmann gehören. Dieser Preis ist Ausdruck der Philosophie des Programms Ecole&Culture, das jeden Schüler zu kulturellen Aktivitäten anregt. Er ergänzt das Instrumentarium des Kantons zur Unterstützung der Buchbranche, um die Bedeutung der Illustrationen, Comics und Plakate aus Genf in Erinnerung zu rufen.

Der mit 10.000 Franken dotierte Preis DB Zoom ist ein originelles Beispiel für die öffentlich-private Partnerschaft zwischen dem DIP und der Fondation BNP Paribas (Suisse), Mitinitiatorin des Preises. Er steht in der Tradition der Maßnahmen der Stiftung zugunsten von Bildung, sozialer Inklusion und der Wertschätzung lokaler Kultur.

In diesem Jahr musste die Preisverleihung neu gestaltet werden. Zunächst wurde die Buchmesse, zu der die Schüler üblicherweise zur Preisverleihung eingeladen werden, auf den Herbst verschoben. Dadurch bot sich die Gelegenheit, ein neues Format auszuarbeiten und in Zusammenarbeit mit den Ausstellungsorten in Carouge eine neugestaltete Ausgabe der Veranstaltung zu Ehren der Urheber des Preises zu organisieren. Die Schüler hätten diese Ausstellungen noch vor der Abschlusszeremonie besucht. Aufgrund der Pandemie musste dieses Programm leider abgesagt werden.

Pressekontakt

Laurence Anthony

BRAND & COMMUNICATION – BNP PARIBAS (SUISSE) SA

Nadia Keckeis

DIRECTRICE – SERVICE ÉCOLES ET SPORT, ART, CITOYENNETÉ

00 41 79 380 26 55

Ziel des Wettbewerbs BD Zoom ist es, Schülerinnen und Schülern die Comic-Vielfalt in der französischen Schweiz näherzubringen. In diesem Jahr sprengte der Wettbewerb seinen bisherigen Rekord mit einer Beteiligung von 740 Schülern. Zudem gab es eine Neuerung: Anlässlich des 5-jährigen Jubiläums des Wettbewerbs wird in diesem Jahr ein verlängertes Wochenende den Comics gewidmet.

Knapp 50 Schulklassen der Sekundarstufe 2 nehmen an der diesjährigen Ausgabe teil. Im Zeitraum von November bis Februar hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, den Reichtum und die Vielfalt von Comics aus der französischen Schweiz näher kennenzulernen. Hierzu wurden ihnen sechs ausgewählte Bücher vorgestellt, die von aus dieser Region stammenden Autoren und Autorinnen verfasst oder von einem dort ansässigen Verlag herausgegeben wurden. Der Höhepunkt dieses Vorhabens: rund 130 Schulbesuche der Autorinnen und Autoren, die ihnen und den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit des Austauschs boten – eine große Bereicherung für beide Seiten. Im Anschluss an die Treffen wurden von den Schülern drei Bände als Finalisten ausgewählt, deren endgültiger Gewinner im Rahmen der Endabstimmung am 24. April ermittelt und mit einem Preis ausgezeichnet wird.

Dies sind die drei Finalisten:

  • Femme sauvage von Tom Tirabosco, Ed. Futuropolis
  • L’enquête de l’inspecteur Mc Cullehan von Pierre Schilling, Ed. Les requins marteaux
  • Saccage von Frederik Peeters, Ed. Atrabile

Anlässlich des 5-jährigen Jubiläums des Wettbewerbs sind die teilnehmenden Schulklassen zu dem ganz im Zeichen des Comics stehenden verlängerten Wochenende eingeladen, das vom 22. bis 26. April 2020 in Carouge stattfindet. Dort haben sie die Möglichkeit, die fantasievollen Werke der sechs ausgewählten Comic-Autoren A. Baladi, F. Peeters, I. Pralong, P. Schilling, T. Tirabosco und Vamille näher kennenzulernen, die in der Altstadt von Carouge in sechs Galerien ausgestellt werden, bevor schließlich die Endabstimmung stattfindet und der Gewinner gekürt wird.

Während der gesamten Veranstaltungsdauer sind die Ausstellungen auch für die Öffentlichkeit zugänglich und die Besucher können ebenfalls an den verschiedenen Einzelveranstaltungen teilnehmen, wie beispielsweise den Treffen mit den Autorinnen und Autoren sowie den Vorführungen, Quiz, Diskussionsrunden und sogar dem unter freiem Himmel stattfindenden Comicmarkt (die Einzelheiten des Programm werden noch bekanntgegeben).

Eine bemerkenswerte Partnerschaft

Der mit 10.000 Franken dotierte Comic-Preis BD Zoom ist das Ergebnis einer innovativen Partnerschaft zwischen dem Departement für Erziehungswesen, Bildung und Jugend und der Fondation BNP Paribas (Suisse), der Initiatorin des Projekts. Die Stiftung beteiligt sich bereits seit drei Jahren an diesem Projekt und hat nun ihre Unterstützung um weitere drei Jahre verlängert. Diese Partnerschaft ist Teil einer Reihe von Aktionen, die Kultur und Bildung für jedermann in der Schweiz zugänglich machen sollen.

Der Comic-Preis BD Zoom stellt eine willkommene Ergänzung zur Förderung der Autorinnen und Autoren des Kantons Genf dar, und in den im Rahmen des Wettbewerbs vorgestellten Autorinnen und Autoren zeigt sich die Lebendigkeit der regionalen Comic-Szene. Der Wettbewerb steht ganz in der Tradition der Genfer Illustrationen, Comics und Plakate, die in der Liste der 165 lebendigen Traditionen in der Schweiz als immaterielles Kulturerbe des Landes geführt wird.

Vom 26. Januar bis zum 17. Mai 2020 zeigt die Fondation Beyeler Werke von Edward Hopper (1882-1967), einem der bedeutendsten amerikanischen Maler des 20. Jahrhunderts.

Die BNP Paribas Swiss Foundation übernimmt dabei die Rolle des „Multimedia-Partners“ für die Ausstellung, dieses Jahr mit dem 3D-Kurzfilm Two or Three Things I Know about Edward Hopper des berühmten Regisseurs und Fotografen Wim Wenders.

Eine Retrospektive zur Landschaftskunst

Den Schwerpunkt der Ausstellung in der Fondation Beyeler bilden Hoppers ikonische Darstellungen der unendlichen Weite amerikanischer Landschaft und Stadtlandschaft. Es handelt sich dabei um ein Thema, das bisher kaum in den Fokus von Ausstellungen zu Edward Hopper gerückt wurde, aber von zentraler Bedeutung für das Verständnis und die Rezeption seines Werks ist. Die Ausstellung umfasst Aquarelle und Ölgemälde der 1910er- bis 1960er-Jahre und gewährt damit einen umfänglichen und spannenden Einblick in den Facettenreichtum der Hopper’schen Malerei.

Video-Hommage von Wim Wenders

Um das Erlebnis des Ausstellungsbesuchers abzurunden, zeigt die Stiftung Beyeler in einem Ausstellungsraum einen 3D-Kurzfilm von Wim Wenders mit dem Titel Two or Three Things I Know about Edward Hopper. Dieser Kurzfilm soll den Ausstellungsbesucher in die Welt Hoppers eintauchen lassen und ihn ins Innerste der Gemälde mitnehmen, um ihm ein außergewöhnliches Erlebnis zu vermitteln.

Die digitale Vermittlung im Mittelpunkt der Partnerschaft zwischen der Fondation Beyeler und der BNP Paribas Swiss Foundation

Als langjährige Partner haben die Fondation Beyeler und die BNP Paribas Swiss Foundation 2018 beschlossen, diese Partnerschaft weiterzuentwickeln. Nach nunmehr zwei Jahren der Zusammenarbeit bei der Restaurierung bedeutender Werke haben die beiden Stiftungen beschlossen, neue Technologien in den Dienst der kulturellen Mediation zu stellen.

Für ein zweites Jahr in Folge unterstützt BNP Paribas junge Forscher bei ihren Forschungsarbeiten rund um den Klimawandel. Eine Ausstellung in den Genfer Büros der Bank zeigt die Expeditionen, die 2018 unterstützt wurden.

Eine dreijährige Partnerschaft zur Unterstützung der Forschung

2016 hat sich die BNP Paribas Swiss Foundation  mit dem Swiss Polar Institute zusammengeschlossen, um jungen Forschern die Teilnahme an einer Antarktisexpedition zu ermöglichen. Die jungen Forscher heuerten an Bord des russischen Schiffes Akademik Treshnikov für die Antarctic Circumnavigation Expedition (ACE) an. Diese Expedition führte sie drei Monate lang über den antarktischen Kontinent, um die Auswirkungen von Umweltveränderungen und Umweltverschmutzungen im Südpolarmeer zu messen und zu quantifizieren.

©Andrea Baccarini

Der Polar Access Fund: jungen Forschern den Zugang zu den Polarregionen ermöglichen

Nach dem Erfolg und auf Grund der Bedeutsamkeit eines solchen Projekts gründeten die BNP Paribas Swiss Foundation und das Swiss Polar Institute im Jahr 2018 den Polar Access Fund mit dem Ziel, junge Menschen bei ihren Forschungsarbeiten zum Klimawandel finanziell zu unterstützen. So unterstützt der Polar Access Fund jährlich zwischen fünf und zehn Doktoranden und Postdoktoranden mit Stipendien von bis zu CHF 20‘000. Diese Stipendien ermöglichen es den jungen Forschern, ihre erste wissenschaftliche Expedition in Extremgebiete wie die der Polarregionen zu unternehmen.

Die im Jahr 2018 unterstützen Expeditionenentdecken

Im Rahmen der Partnerschaft engagiert sich die BNP Paribas Swiss Foundation für die Unterstützung und Förderung junger Wissenschaftler von Universitäten, die ein Polar-Access-Fund-Stipendium erhalten haben.

So wurde im Eingangsbereich der Bank in Genf eine Ausstellung errichtet, die vom 29. November bis zum 20. Dezember für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Anhand dieser können Besucher die verschiedenen im Jahr 2018 durchgeführten Expeditionen des Polar Access Fund sowie die fünf Forscher und ihre Projekte kennenlernen.

Die Stiftung BNP Paribas Swiss Foundation freut sich, eine neue Partnerschaft mit dem Tanzhaus Zürich bekanntgeben zu dürfen, die die Gründung einer neuen Gruppe für zeitgenössischen Tanz ermöglicht: The Field. Es handelt sich um die erste Partnerschaft der Schweizer Stiftung in Zürich und im Bereich zeitgenössischer Tanz.

The Field

2019 ging die Fondation BNP Paribas mit dem Tanzhaus Zürich eine Partnerschaft ein, um eines der wichtigsten Zentren für das zeitgenössische Tanzschaffen in der Schweiz zu unterstützen. Im Rahmen dieser Partnerschaft erhalten fünf junge Tänzer aus der Schweiz und anderen Ländern im Tanzhaus die Möglichkeit, ihrer Kunst unter bestmöglichen Bedingungen Ausdruck zu verleihen. Sie können dort gemeinsam Tanzstücke erarbeiten und sich dabei verschiedener Kunstformen bedienen. Auf diese Weise können sie mit ihrem Umfeld interagieren, sich aber auch von diesem inspirieren lassen. Darüber hinaus werden die jungen Tänzer während der gesamten Saison 2019-2020 von den Tänzern und Choreografen Marisa Godoy und Romain Guion betreut.

Große Eröffnung

Am Abend des 6. September, des ersten Tages der dreitägigen Eröffnungsfeierlichkeiten, fanden sich zahlreiche Tanzbegeisterte im neuen Gebäude des Tanzhauses ein, das sich in der Nähe des Flussbades Unterer Letten befindet und von dem Architekturbüro Barozzi/Veiga entworfen wurde, um die Neueröffnung gebührend zu feiern.

An diesem „Day one of love and dance“ folgte in drei verschiedenen Studios sowie im Hauptfoyer des Tanzhauses eine Vorführung auf die andere. Später am Abend gehörte die Bühne dann ausschließlich der neuen Tanzgruppe The Field, die ihren ersten kleinen Auftritt hatte.

Für viele Besucher, darunter auch Corine Mauch, Stadtpräsidentin von Zürich, die die Eröffnungsrede hielt, war dieser Abend eine Reise in eine andere Welt. Denn das Tanzhaus öffnete nicht einfach nur seine Türen – es hat seinen Besuchern diesen großartigen „Tanzsaal“ auf besondere Weise näher gebracht, der bereits jetzt eine große Bereicherung für die Stadt Zürich und seine Bewohner darstellt.

©Helen Ree

BNP Paribas liegt es am Herzen, ihre Mitarbeiter zu unterstützen, die einen Teil ihrer Zeit und ihrer Energie gemeinnützigen Organisationen widmen. Das Programm Help2Help begleitet Projekte, die von Mitarbeitern auf freiwilliger Basis in Solidaritätsvereinen umgesetzt werden.

Das Programm Help2Help auf der ganzen Welt

Seit 2003 unterstützt die BNP Paribas-Gruppe das freiwillige Engagement von Mitarbeitern mit dem Programm Help2Help. In rund dreißig Ländern können Mitarbeiter, die sich in gemeinnützigen Vereinen engagieren, finanzielle Unterstützung für die Durchführung eines Projekts in Anspruch nehmen. Die Tätigkeitsfelder reichen von humanitären Projekten über Umwelt und solidarische Nachbarschaftshilfe bis hin zu Gesundheit. 2018 wurden mit einem Gesamtbetrag von 940.000 Euro weltweit 260 Projekte unterstützt.

Help2Help in der Schweiz

In der Schweiz gibt es im Rahmen des Programms Help2Help einmal pro Jahr eine Aufforderung zum Vorschlagen von Projekten. Die Mitarbeiter der Bank in der Schweiz können für den Verein, in dem sie sich engagieren, ein Projekt einreichen. Anschließend kommt ein Ausschuss aus Mitarbeitern der Bank zusammen, der entscheidet, welche Projekte gefördert werden. Seit 2004 wurden bereits fast 200 Projekte von der Fondation BNP Paribas Suisse unterstützt. Die Projekte werden in der Schweiz und im Ausland durchgeführt. Wir stellen Ihnen die Preisträger der Ausgabe 2019 kurz vor.

Highlight 2019: EVE (Enfant-Vélo-Ecole)

Nachdem Magali und Florence mehrere Jahre ehrenamtlich für eine in Südostasien und Afrika arbeitende NGO tätig waren, beschlossen sie 2015, ihren eigenen Verein zu gründen, der konkrete Projekte für benachteiligte Bevölkerungsgruppen in Asien durchführt. Der Verein heißt EVE (Enfant-Vélo-Ecole) und will den Zugang von Kindern zu Bildung fördern. Hierzu verteilt er Fahrräder in Vietnam und renoviert Schulen in Indien und stellt gleichzeitig vielen Schulen Schulmaterialien zur Verfügung. Die beiden begeben sich so schnell wie möglich vor Ort, um die Logistik zu kontrollieren und sich ganz aus der Nähe von der Betreuung und Durchführung der Projekte zu überzeugen.

Für 2019 haben sie beschlossen, eine Schule in dem Dorf Jhenjipani zu unterstützen, das in 1640 m Höhe in der Region Uttarakand in Indien liegt. Dieses Dorf ist nur zu Fuß erreichbar und hat eine sehr dürftig ausgestattete Grundschule. Neben der Bereitstellung von Schulmaterialien zu Beginn jedes Schuljahres hat der Verein EVE auch Unterstützung bei der Renovierung des Mobiliars und der Küche geleistet. In diesem Jahr kann die Schule dank des Programms Help2Help ihren Pausenhof sanieren, um zu verhindern, dass sich in der Regenzeit und während der Schneeschmelze hier Wasser staut.

Highlight 2019: MAA (Maasai Aid Association)

Didier ist seit über 15 Jahren als aktives Mitglied ehrenamtlich für Maasai Aid Association (MAA) tätig und hat kürzlich die Funktion des Buchprüfers übernommen. Die NGO setzt sich für Bildung, Gesundheit und Kinderrechte im Land der Massai in Kenia ein. Die als gemeinnützig anerkannte Organisation kämpft aktiv für das Ausmerzen der Beschneidung junger Massai-Mädchen und erhält Unterstützung vom Kanton Genf für ihre Sensibilisierungskampagnen in den betroffenen Dörfern.

Von Help2Help erhielt der Verein MAA 2019 Unterstützung für den Bau eines Kindergartens für rund sechzig Kinder in dem Dorf Ilgenchere. Zudem wird in der Region eine Informationskampagne gegen die Beschneidung durchgeführt, mit der etwa 200 Menschen erreicht werden sollen.

 

Seit 2018 haben die Mitarbeiter von BNP Paribas Suisse die Möglichkeit, 8 Stunden ihrer Arbeitszeit für gemeinnützige Projekte aufzuwenden. Worum geht es dabei? Die Mitarbeiter können diese bezahlten Arbeitsstunden dazu nutzen, lokale Vereine bei ihren Aktivitäten und ihrem positiven Einfluss zu unterstützen. Eine Bank in einer Welt im Wandel zu sein bedeutet, eine Bank zu sein, die dazu beiträgt, die Welt zu verändern und so eine bessere Zukunft für uns alle zu schaffen. Auf diese Weise möchte BNP Paribas seine Mitarbeiter motivieren, sich ebenfalls positiv und nachhaltig für die Gesellschaft einzusetzen, insbesondere indem sie die Solidarität jedes Einzelnen fördert.

Stärkung der lokalen Wurzeln

BNP Paribas möchte seine Wurzeln und die seiner Mitarbeiter in der Gesellschaft stärken, das Bewusstsein für lokale Themen schärfen und sinnvolle Aktivitäten anbieten. Zudem sind die Verbände selbst häufig auf gezielte Unterstützung angewiesen, um ihre Projekte erfolgreich umsetzen zu können.

Letzte Monat waren rund zwanzig Mitarbeiter aus Genf bei der Fondation Partage, einer Genfer Tafel, zu Gast, um die Ärmel hochzukrempeln und mitanzupacken. An zwei Vormittagen sortierten die Teams die an den Samedi du Partage  eingesammelten Lebensmittelspenden. Dies war gleichzeitig auch eine hervorragende Gelegenheit, um mehr über diese Stiftung zu erfahren, die sich für nachhaltige Entwicklung engagiert, indem sie sich für eine Reduzierung der Lebensmittelabfälle, die berufliche Wiedereingliederung und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft einsetzt.

In Zürich hatten ein Dutzend Mitarbeiter die Möglichkeit, über den Verein bergversetzer (Volontaires montagne) einer Bauernfamilie zu helfen. Einen ganzen Tag lang unterstützten die Mitarbeiter die Familie, indem sie Reparaturen vornahmen, Landschaftsarbeiten durchführten und über die Marketing- und Verkaufsstrategie für die Produkte des Betriebs berieten.

Soziale Verantwortung der Unternehmen – das Leitmotiv bei den Aktivitäten von BNP Paribas Suisse

Die BNP Paribas-Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, in den vier Feldern Wirtschaft, Soziales, Gemeinschaft und Umwelt Verantwortung zu übernehmen. Entsprechend steht die von BNP Paribas Suisse gestartete Initiative, einen Teil der Arbeitszeit für gemeinnützige Projekte aufzuwenden, ganz im Zeichen dieser SVU-Politik (soziale Verantwortung der Unternehmen).

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Eine verantwortungsvolle Bank.