Wealth Management

[ Entrepreneur] Aurélie Egret, woman entrepreneur

Vom 9. bis 14. Juli 2017 nahmen 40 Unternehmerinnen aus zwölf verschiedenen Ländern an einem einwöchigen Programm zum Thema Leadership und Beschleunigung des Unternehmenswachstums auf dem Campus ...

11 August 2017

Vom 9. bis 14. Juli 2017 nahmen 40 Unternehmerinnen aus zwölf verschiedenen Ländern an einem einwöchigen Programm zum Thema Leadership und Beschleunigung des Unternehmenswachstums auf dem Campus der Universität Stanford (Kalifornien, USA) teil.

 

The Women Entrepreneur Program

 Dieses Programm wurde entwickelt, um auf die Bedürfnisse dieser Geschäftsfrauen einzugehen; es ermöglicht ihnen Wissensbündelung, Kompetenzerwerb und Weiterentwicklung. Diese Unternehmerinnen wurden ausgewählt aufgrund ihrer Erfahrung und ihrer wachstumsstarken Unternehmen mit großer internationaler Attraktivität.

Wir haben eine von ihnen interviewt, Aurélie EGRET, Managing Director der ORNY Holding SA.

Das Treffen.

Nach vier Jahren bei PricewaterhouseCoopers im Bereich Bankenprüfung und sechs Jahren in der Finanzabteilung der Société Générale trat Aurélie einem Familienkonzern bei, um dessen Führungsholding zu strukturieren.

Aurélie investiert heute die flüssigen Mittel der Unternehmensgruppe auf den Märkten und beschloss vor fünf Jahren, die Investitionen in Start-ups in der Frühphase zu lenken, insbesondere über das Netzwerk der EPFL. Der nächste Schritt wird in der Einrichtung eines Anlagefonds bestehen; derzeit investiert sie allerdings auf eigene Rechnung, meist über Investorenpools, und setzt dabei auf die Expertise aller Beteiligten.

 

Haben Sie erstmalig an einem derartigen Programm zu Leadership und Verbesserung des Unternehmenswachstums teilgenommen?

 Ja, was die Wachstumsverbesserung betrifft. Zum Leadership habe ich 2013 ein Zertifikatsprogramm mit dem Titel „Objectif Administratrice“ (Ziel Geschäftsführerin) an der EM Lyon (Frankreich) besucht. Das Ziel bestand darin, uns die Schlüssel an die Hand zu geben, um die Stellung, die Rolle und die Verantwortung zu verstehen, die eine solche Aufgabe impliziert.

Als mir BNP Paribas dieses Programm anbot, habe ich sofort akzeptiert, da es sehr umfassend und spannend klang.

 

Hat dieses Programm Ihre Erwartungen als Geschäftsfrau und Unternehmerin erfüllt?

Dieses Programm hat meine Erwartungen mehr als erfüllt!

Es ermöglichte mir, meine Kenntnisse zu vertiefen, Frauen mit außergewöhnlichen Werdegängen kennenzulernen und mich für Wirtschafts- und Finanzkulturen anderer Länder zu öffnen.

Zudem ist dieser Erfahrungs- und Wissensaustausch für mich besonders wichtig, da ich in meinem Unternehmen allein arbeite.

 

Können Sie uns eine Anekdote über die Woche in Stanford erzählen? 

Ich habe keine spezielle Anekdote: „What happens in Stanford stays in Stanford„.

Ich möchte jedoch die perfekte Organisation des Aufenthalts auf dem legendären Campus von Stanford loben.

Der Tag begann mit einer Sporteinheit um 6 Uhr, sehr effizient und sympathisch!

Die Teilnehmerprofile waren ganz unterschiedlich und vielfältig: Industrie, Dienstleistungsbereich, Stiftungen, … Spannende, facettenreiche Berufsleben. Zahlreiche Kulturen und Nationalitäten. Das war sowohl aus beruflicher als auch aus persönlicher Sicht sehr bereichernd.

Nach unserer Rückkehr sind wir in Kontakt geblieben und ich hoffe, dass wir uns bald wiedersehen.

 

Was haben Sie aus persönlicher und beruflicher Sicht mitgenommen?

Drei Beiträge fand ich besonders interessant:

  • Baba Shiv: Neuroscience to inform strategy. Ich freue mich schon sehr auf sein Buch. Dieser Kurs hatte für mich die durchschlagendste Wirkung. Viele Entscheidungen werden unbewusst getroffen. Baba Shiv zeigte uns, wie sich Neurotransmitter, Hormone und all diese Dinge identifizieren lassen, die es ermöglichen, eine Entscheidung zu treffen, zu überzeugen und leistungsstark zu sein.
  • Margaret Neale: Strategy. Es geht darum, die Verhandlungsmacht zu nutzen, die es ermöglicht, sich selbst zu übertreffen und das Gewünschte zu erreichen und dabei den Verhandlungspartner zu respektieren. Margaret präsentierte uns einfache, konkrete Fälle, die ihre Vorschläge veranschaulichten.
  • Matt Abrahams: Speaking up without freaking out. Wir alle wissen, dass man sein Thema und den Inhalt seiner Präsentation gut beherrschen muss, um sich gut ausdrücken zu können und vom Publikum verstanden zu werden. Matt Abraham zeigte uns jedoch in kurzer Zeit einige Kniffe und Haltungen sowie Animationen, die es ermöglichen, die Form zu beherrschen und dadurch noch mehr Aufmerksamkeit zu erzielen.

Sämtliche Kurse fanden in wohlwollender, integrativer Atmosphäre statt. Die Redner hielten packende Vorträge zu vielfältigen, pragmatischen und konkreten Themen. So konnten wir nach Abschluss dieser Woche mit echten Verbesserungsstrategien ins Büro zurückkehren, die es nun umzusetzen gilt.

 

Konnten Sie nützliche Kontakte knüpfen?

Ich habe Frauen mit sehr facettenreichen Werdegängen und Persönlichkeiten kennengelernt. Wir haben uns im Laufe des Aufenthalts viel über unsere Arbeit, unsere Zufriedenheit und die Schwierigkeiten, die uns täglich begegnen können, ausgetauscht. Wir haben während des Aufenthalts eine WhatsApp-Gruppe erstellt und werden über diesen Kanal auch weiterhin kommunizieren. Und weitere Treffen wurden bereits vereinbart!