Die Stiftung BNP Paribas Schweiz

[Podiumsdiskussion] Mäzenatentum durch Unternehmen in Genf: notwendiges Übel oder Motor für soziale Innovation?

Anlässlich ihres 15-jährigen Bestehens veranstaltet die Stiftung BNP Paribas Schweiz am 13. Juni 2017 eine Podiumsdiskussion zum Thema „Mäzenatentum durch Unternehmen in Genf: notwendiges Übel ...

9 Juni 2017

Anlässlich ihres 15-jährigen Bestehens veranstaltet die Stiftung BNP Paribas Schweiz am 13. Juni 2017 eine Podiumsdiskussion zum Thema „Mäzenatentum durch Unternehmen in Genf: notwendiges Übel oder Motor für soziale Innovation?“

Die Veranstaltung wird live über den Twitter -Account der Bank übertragen.

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Mäzene und Partner, Akteure des öffentlichen und privaten Sektors sowie Vertreter sozialer und kultureller Sparten werden zusammenkommen, damit die Sichtweisen aller wichtigen Akteure im Bereich des Mäzenatentums vertreten sind.

Im Rahmen der Diskussion werden die folgenden Themen präsentiert und erörtert:

  • das Mäzenatentum durch Unternehmen in der französischen Schweiz,
  • die Beziehung zwischen Unternehmensstiftungen und den Empfängern,
  • das Mäzenatentum durch Unternehmen – Motor für soziale Innovation?

Die Podiumsdiskussion wird durch die auf Wohltätigkeit und Mäzenatentum spezialisierte Rechtsanwältin Maître Delphine Bottge moderiert und live über den Twitter-Account der BNP Paribas in der Schweiz übertragen.

Lassen Sie sich die am Dienstag, den 13. Juni 2017 von 17:30 bis 19 Uhr live übertragenen Gespräche über die großen Themen des Mäzenatentums durch Unternehmen in Genf nicht entgehen und stellen Sie den anwesenden Experten Ihre Fragen.

 



06 2017 Table ronde fondation - delphine bottge

Delphine BOTTGE

Rechtsanwältin und Mitglied der Genfer Anwaltskammer, Anwaltsbüro Bottge & Associés

Delphine Bottge, Rechtsanwältin und Mitglied der Genfer Anwaltskammer, ist auf die Strukturierung im Wohltätigkeitsbereich (Gründung von Stiftungen, Beratung im Bereich der Verwaltung) und auf die rechtlichen Rahmenbedingungen der mit diesem Bereich in Zusammenhang stehenden Projekte (Spenden, gemeinnützige öffentliche/private Partnerschaften) spezialisiert. Darüber hinaus berät sie Stiftungen im Hinblick auf die Festlegung und Planung ihrer Strategien.

Bettina FERDMANPicture3

Gründerin von Philias

Als Wegbereiterin im Bereich der sozialen Verantwortung von Unternehmen (CSR) in der Schweiz hat die soziale Unternehmerin Bettina Ferdman insbesondere durch die von ihr gegründete Stiftung Philias zahlreiche Partnerschaften zwischen dem privaten Sektor, den NGOs und dem öffentlichen Sektor geknüpft.

06 2017 Table ronde fondation - sanna fowlerSanna FOWLER

Stellvertretende Direktorin für Entwicklung, Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne)

Die wissenschaftlich ausgebildete Sanna Fowler hat die Labore hinter sich gelassen, um sich auf die Themen strategische Kommunikation, Marketing und Fundraising zu konzentrieren. Als Mitglied des mit Entwicklung betrauten Teams der EPFL trägt sie seit sechs Jahren dazu bei, passionierte Spender mit Wissenschaften, Technologien und innovativen Projekten, die imstande sind, die Welt, in der wir leben, zu verändern, zusammenzubringen.

06 2017 Table ronde fondation - joel goldsteinJoël GOLDSTEIN

Leiter von Pro Senectute Genève

Am 1. August 2016 übernahm Joël Goldstein die Leitung von Pro Senectute Genève, nachdem er zuvor 25 Jahre lang bei EMS Les Marronniers zunächst als Sozialarbeiter und ab 1999 als Leiter tätig gewesen war. Joël Goldstein übte zudem zehn Jahre lang eine strategische Funktion im Rahmen eines Bauprojekts für ein neues Pflegeheim mit 63 Betten aus. Als ausgebildeter Sozialarbeiter und Gerontologe setzt er sich unermüdlich für die Würde und Anerkennung älterer Menschen ein.

06 2017 Table ronde fondation - karin jestin 2.jpgKarin JESTIN

PHI (Philanthropic & Humanitarian Initiatives) und Vorstandsmitglied bei der SwissFoundations

Als Beraterin im Bereich der strategischen Wohltätigkeit unterstützt Karin Jestin Mäzene bei der Umsetzung ihrer gemeinnützigen Projekte und versteht es dabei, gründliche Beratung im Hinblick auf die Strategie und Leidenschaft für den sozialen Sektor in Einklang zu bringen. Sie spricht vier Sprachen und ihr beruflicher Werdegang hat sie auf vier Kontinente geführt: von McKinsey&Company in den humanitären Bereich zum Roten Kreuz, von der sozialen Verantwortung von Unternehmen bei FSG hin zur Leitung wohltätiger Stiftungen sowie zum Aufbau der Beratungsabteilung im Bereich der Wohltätigkeit von Lombard Odier, die sie bis 2015 leitete. Als Vorstandsmitglied bei der SwissFoundations hat sie von 2011 bis 2017 aktiv an der Entwicklung des gemeinnützigen Sektors in der Schweiz mitgewirkt.

06 2017 Table ronde fondation - igor jolyIgor JOLY

Generaldelegierter der Stiftung BNP Paribas Schweiz

 Als aktueller Chief Administration Officer der BNP Paribas (Schweiz) SA ist Igor Joly mit Tätigkeiten in den Bereichen Human Ressources, Facilities und der sozialen und ökologischen Verantwortung betraut. Im September 2015 ist er zum Generaldelegierten der Stiftung BNP Paribas Schweiz ernannt worden, wo er zuvor Vorstandsmitglied gewesen war.

06 2017 Table ronde fondation - nadia keckeisjolyNadia KECKEIS

Stellvertretende Leiterin des kantonalen Kultur- und Sportamts

 Die stellvertretende Leiterin des kantonalen Kultur- und Sportamts in Genf, Nadia Keckeis, ist damit betraut, Kultur und Sport für alle zugänglich zu machen. Insbesondere ist sie für die Koordinierung der Aktivitäten zuständig, die vom Kanton durchgeführt oder unterstützt werden, um junge Talente auszubilden sowie Kontakte zwischen Schulen und Kultur- und Sportorganisationen zu knüpfen. Zudem ist es ihre Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit ein jeder einer künstlerischen und/oder sportlichen Tätigkeit nachgehen kann.

06 2017 Table ronde fondation - natacha koutchoumovNatacha KOUTCHOUMOV

Zweite Geschäftsleiterin der neuen Comédie de Genève

Natacha Koutchoumov ist Schauspielerin, Regisseurin und Pädagogin. Sie arbeitet seit 20 Jahren für Theater und Kino und hält auf regelmäßiger Basis Vorträge an der Manufacture und an anderen Kunsthochschulen (ECAL, HEAD). Natacha Koutchoumov wird ab Juli 2017 gemeinsam mit Denis Maillefer die Comédie de Genève leiten.

Die Stiftung BNP Paribas Schweiz

Wussten Sie, dass die Stiftung BNP Paribas Schweiz sich für die Kultur in unserem Land einsetzt?

Die Stiftung BNP Paribas Schweiz setzt sich seit 15 Jahren für die Förderung des kulturellen Erbes der Schweiz und die Begleitung junger Künstler aus der Region ein. Ihr Handeln zugunsten der ...

30 Mai 2017

Die Stiftung BNP Paribas Schweiz setzt sich seit 15 Jahren für die Förderung des kulturellen Erbes der Schweiz und die Begleitung junger Künstler aus der Region ein.

Ihr Handeln zugunsten der Kultur spiegelt sich in institutionellen Partnerschaften, der Schaffung eines Preises in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Kunst und Design in Genf sowie der Unterstützung künstlerischen Schaffens in Verbindung mit der Sammlung der Stiftung wieder.

Wussten Sie, dass die Stiftung die Restaurierung bedeutender Werke unterstützt?

Seit ihrer Gründung im Jahr 2002 ist die Stiftung BNP Paribas Schweiz sehr aktiv im Bereich der Restaurierung bedeutender Werke aus Dauerausstellungen von Museen wie dem Kunsthaus Zürich, dem MAMCO, dem Genfer Museum für Kunst und Geschichte oder der Fondation Beyeler in Basel.

Entdecken Sie Bilder, die dank der Unterstützung der Stiftung restauriert werden konnten

Die Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen, die notwendig geworden waren, um die physische Unversehrtheit der Werke zu bewahren, oder um die ursprüngliche Intention der Werke wieder hervorzuheben, konnten an dutzenden von Bildern durchgeführt werden.

Unter den Künstlern, deren Werke mit Hilfe der Stiftung BNP Paribas Schweiz restauriert werden konnten, befinden sich unter anderem:

Credit: Fondation Beyeler Credit: Fondation Beyeler

 

Wie fördert die Stiftung das kulturelle Erbe der Schweiz?

Der Stiftung liegt es am Herzen, das kulturelle Erbe der Schweiz zu fördern und der Öffentlichkeit Zugang zu diesem Erbe zu ermöglichen. Deshalb hat sie in den letzten Jahren mehrere Kulturvermittlungsprogramme mit Institutionen wie dem Genfer Museum für Kunst und Geschichte oder dem Kunsthaus Zürich unterstützt.

Die Stiftung BNP Paribas als Herausgeber

Im Rahmen ihrer Förderung des kulturellen Erbes der Schweiz und ihrer Zusammenarbeit mit kulturellen Einrichtungen hat die Stiftung sich an der Publikation einer Reihe von 22 Werken, die der Präsentation der Schweizer Museen gewidmet sind, beteiligt.

Und wo bleiben die jungen Talente bei all dem?

Ein Haupttätigkeitsfeld der Stiftung bleibt die Betreuung junger Künstler und aufstrebender Talente.

Diese Bestrebungen spiegeln sich insbesondere im Bereich der darstellenden Künste, vor allem durch Partnerschaften mit dem Opernhaus Zürich oder dem Grand Théâtre von Genf, wieder.

Entdecken Sie die Truppe junger Solisten des Grand Théâtre von Genf

Die Stiftung ist seit 2009 Gründungspartner der Truppe junger Solisten, die im Rahmen einer Künstlerresidenz in Genf gastieren. Dieses Programm bietet jungen Sängern eine einmalige Chance, zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn mit Dirigenten, Regisseuren und erfahrenen Sängern zusammenarbeiten.

Der Wunsch, das Kunstschaffen junger Menschen hervorzuheben und zu unterstützen, zeigt sich ebenfalls in den Preisen New Heads – Fondation BNP Paribas Art Awards und der Sammlung der Stiftung, die sich gegenwärtig durch den Kauf von Werken zeitgenössischer Schweizer Künstler weiterentwickelt.

Die Stiftung BNP Paribas Schweiz belohnt junge Talente!

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Ziel der im Jahr 2012 gemeinsam von der Stiftung BNP Paribas Schweiz und der Genfer Hochschule für Kunst und Design (HEAD) ins Leben gerufenen Preise New Heads – Fondation BNP Paribas Art Awards ist es, jedes Jahr junge Absolventen der Master-Studiengänge der Hochschule im Bereich der bildenden Künste auszuzeichnen.

Dieser Preis stellt ein Sprungbrett für die jungen Studenten, die ihr Studium an der HEAD abgeschlossen haben, dar und ermöglicht ihnen, die Unterstützung der Stiftung für ihren Karrierestart zu nutzen.

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Die Stiftung BNP Paribas Schweiz

Die Stiftung BNP Paribas Schweiz stellt anlässlich der 5. Ausgabe der New Heads Stiftung BNP Paribas Art Awards die Werke der Preisträger aus

Die Stiftung BNP Paribas Schweiz stellt anlässlich der 5. Ausgabe der New Heads Stiftung BNP Paribas Art Awards die Werke der Preisträger aus   2017 steht im Zeichen der Jahrestage: die ...

17 Mai 2017

Die Stiftung BNP Paribas Schweiz stellt anlässlich der 5. Ausgabe der New Heads Stiftung BNP Paribas Art Awards die Werke der Preisträger aus

 

2017 steht im Zeichen der Jahrestage: die Preisverleihung New Heads – Stiftung BNP Paribas Art Awards feiert ihr 5-jähriges Jubiläum, während die Stiftung BNP Paribas Schweiz ihren 15. Geburtstag feiert.

                                                                                            

Die in 2012 entstandene Preisverleihung New Heads – Stiftung BNP Paribas Art Awards feiert ihr fünfjähriges Bestehen. Fünf Ausgaben haben ermöglicht, die Arbeiten von fünfzehn jungen Künstlern mit einem Masterabschluss in bildender Kunst der Hochschule für Gestaltung und Kunst (Haute École d’art et de design = HEAD) in Genf zu unterstützen.

Zahlreiche unter ihnen sind inzwischen Hauptakteure der Kunstszene der Romandie oder gar der Schweiz, wie beispielsweise Josse Bailly, Nelly Haliti, Simone Holliger, Yoan Mudry, Marco Scorti, Ramaya Tegegne und Galaxia Wang. Jeder der Preisträger hat ein oder mehrere Stücke an die Stiftung verschenkt und so ihre Kollektion hochwertiger zeitgenössischer Werke bereichert.

Zur Feier des 5. Jahrestages der Preisverleihung stellt die Stiftung diese Werke in der Empfangshalle der Bank (2, place de Hollande, Genf) aus.

Head FR 2 EN

Sie sind ebenfalls eingeladen, die Ausstellung Kollektive Intelligenz zu besuchen, bei der neuere Werke der gleichen Künstler präsentiert werden und die parallel von der HEAD in ihrem neuen Bereich LiveInYourHead (5, rue de Hesse, Genf) organisiert wird. Weitere Informationen hier.

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Award – „New Heads – BNP Paribas Foundation Art Awards“

The BNP Paribas Swiss Foundation and HEAD (Geneva School of Art and Design) created in 2012 The "New Heads" - BNP Paribas Swiss Foundation Art Awards". Every year, 2 young artists entering their ...

30 September 2016

The BNP Paribas Swiss Foundation and HEAD (Geneva School of Art and Design) created in 2012 The „New Heads“ – BNP Paribas Swiss Foundation Art Awards“. Every year, 2 young artists entering their professional career are awarded a grant of CHF 12,000 each, as well as the opportunity, since 2015, to exhibit their works at the Artgenève exhibition.

The laureates are selected during an exhibition organised by a renowned artist, which gathers works from around fifteen Masters of Visual Arts students from the school. The jury is made up of worldwide renowned professionals, as well as bank employees and art enthusiasts.

Yellow sun pyramid - 77 peintures à l'huile, 24 cm x 30 cm chaque, miroir, 100 cm x 210 cm, bois, 200 cm x 100 cm x 210 cm, 2012 LiveInYourHead, 2012 - photo: Baptiste Coulon, Sandra Pointet / HEAD Yellow sun pyramid – photo: Baptiste Coulon, Sandra Pointet / HEAD

In 2012, Marc-Olivier Wahler was chosen as curator for the exhibition, art critic and exhibition commissioner, previously director of the Palais de Tokyo in Paris. Ten young artists, visual arts graduates, were able to exhibit their works at the exhibition. Among the laureates was Nelly Haliti who shared her experience during an interview with the BNP Paribas Swiss Foundation.

In 2015, the exhibition was organised by Latifa Echakhch. This artist is a leading personality on the international stage, an active figure living and working in Switzerland. Her exhibition „Get Out“ offered a multimedia stroll with a distinct taste for other people’s space, towns and countries. A resounding success!

You can see Nelly Haliti in the ‚making-of‘ video for the new advertising campaign.

Die Stiftung BNP Paribas Schweiz

Kunsthaus Zürich restaurierte aufsehenerregendes Werk von Félix Vallotton

Das «Bain au soir d'été» des Schweizer Malers Félix Vallotton, das zu den Schlüsselwerken des Nabis-Künstlers zählt, wurde aufwändig restauriert. In der kommenden Ausstellung «Inspiration Japan» ...

27 Oktober 2014

Das «Bain au soir d’été» des Schweizer Malers Félix Vallotton, das zu den Schlüsselwerken des Nabis-Künstlers zählt, wurde aufwändig restauriert. In der kommenden Ausstellung «Inspiration Japan» wird es der Öffentlichkeit erstmals wieder präsentiert. Die Restaurierung wurde von der Fondation BNP Paribas Schweiz unterstützt.

Medienmitteilung

Die Stiftung BNP Paribas Schweiz

3. Internationaler Tag der Seltenen Krankheiten in der Schweiz

3. Internationaler Tag der Seltenen Krankheiten in der Schweiz: Bündelung der Kompetenzen für eine bessere Betreuung ProRaris, Allianz Seltener Krankheiten - Schweiz, organisiert am 23. Februar ...

11 Februar 2013

 width=3. Internationaler Tag der Seltenen Krankheiten in der Schweiz: Bündelung der Kompetenzen für eine bessere Betreuung

ProRaris, Allianz Seltener Krankheiten – Schweiz, organisiert am 23. Februar 2013 zum dritten Mal einen internationalen Tag der Seltenen Krankheiten in der Schweiz, dieses Jahr in Partnerschaft mit radiz – Rare Disease Initiative Zurich, einem klinischen Forschungsschwerpunkt der Universität Zürich, auf dem UZH-Irchel-Campus. An dieser für alle betroffenen Personen bedeutsamen Tagung wird ProRaris eine Standortbestimmung vornehmen, unter anderem im Beisein von Regierungsrat Carlo Conti, Gesundheitsdirektor des Kantons Basel-Stadt und Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektorenkonferenz.

Vuarrens, 6. Februar 2013. ProRaris, Allianz Seltener Krankheiten – Schweiz, organisiert am 23. Februar 2013 zum dritten Mal einen internationalen Tag der Seltenen Krankheiten in der Schweiz, dieses Jahr auf dem Irchel-Campus der Universität Zürich. Der Anlass richtet sich an Menschen mit einer Seltenen Krankheit, ihre Angehörigen und Patientenorganisationen, Gesundheitsfachkräfte, Forscher, Politiker und all jene, die dieses Problem betrifft. Er dient einer Standortbestimmung: Wo stehen wir heute im Vergleich zu den Erwartungen der Kranken? Ein rechtsgleicher Zugang zu Diagnose und wirksamen Therapien, deren Vergütung durch die Versicherungen, Förderung der Forschung und soziale Integration sind die Grundlagen der Solidarität, welche Menschen mit Seltenen Krankheiten fordern. Am Tag der Seltenen Krankheiten 2012 kündigte Pascal Strupler, Direktor des Bundesamtes für Gesundheit, die Ausarbeitung einer nationalen Strategie an. Dieses Jahr dürfen wir ihn an unserer Tagung erneut begrüssen und wir werden die Gelegenheit nutzen, um auf das Projekt zurückzukommen.

„Seit fast drei Jahren engagiert sich ProRaris im Namen der Patienten aktiv in der Politik und Verwaltung“, unterstreicht die Generalsekretärin, Esther Neiditsch. „Die Öffentlichkeit und die Politiker werden sich der Problematik zusehends bewusst, mit der Solidarität steht es aber immer noch nicht zum Besten.“

Thema der Tagung ist die Bündelung der Kompetenzen und damit auch die Beziehung zwischen Patienten und Ärzten. Der Alltag eines Menschen mit einer Seltenen Krankheit und seiner Angehörigen ist reich an spezifischen Erfahrungen, welche das Know-how von Ärzten, Pflegenden und Forschern ergänzen. Erst wenn wir das gesamte Fach- und Erfahrungswissen aller Beteiligten zusammenlegen, können wir eine effiziente Betreuung gewährleisten und die Kenntnisse über diese Krankheiten verbessern.

Auch darum führt ProRaris die Tagung dieses Jahr mit radiz (Rare Disease Initiative Zurich) durch, dem klinischen Forschungsschwerpunkt der Universität Zürich. „Ausgangspunkt war die Feststellung, dass es in Bezug auf die meisten Seltenen Krankheiten an Kenntnissen fehlt. Unser Ziel ist, bestehende Stärken zu nutzen, um Synergien zwischen den verschiedenen Akteuren zu schaffen, zum Beispiel zwischen Grundlagen- und klinischer Forschung“, erklärt der Leiter von radiz, Professor Matthias R. Baumgartner. „Dank einem verbesserten Verständnis seltener Krankheiten können langfristig therapeutische Strategien entwickelt werden, um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.“

Im Laufe des Tages wird ProRaris unter anderem Referenzzentren vorstellen, gefolgt von einer Diskussion über diese Form der Betreuung. „Wir möchten die in den letzten Jahren erzielten Fortschritte aufzeigen. Referenzzentren wie jenes für Retinoblastome in Lausanne oder Stoffwechselkrankheiten in Zürich sind wegweisend. Sie haben Modellcharakter und wir können ihrem Beispiel folgen. Für viele Patienten hat sich die Situation dank dieser Zentren verbessert“, unterstreicht die Präsidentin von ProRaris, Anne-Françoise Auberson, „aber leider überlässt unser System noch immer viel zu viele Menschen, die eine gute Betreuung nötig hätten, ihrem Schicksal. Der Weg zur Diagnose ist oft lang und schwierig, es fehlt an einer geeigneten Therapie, und es wird zu wenig geforscht.“

Die Bedeutung des dritten Tages der Seltenen Krankheiten von ProRaris zeigt sich auch an der Teilnahme des Regierungsrats von Basel-Stadt und Präsidenten der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren Carlo Conti, der Nationalrätinnen Jacqueline Fehr und Ruth Humbel, des Präsidenten von Santésuisse Christoph Q. Meier, des Präsidenten der Schweizerischen Akademie für Medizinische Wissenschaften Prof. Peter J. Meier-Abt, des Präsidenten der britischen AKU-Society Nick Sireau, des BAG-Direktors Pascal Strupler und von PD Janine Reichenbach, Leiterin des Projektes Gentherapie bei septischer Granulomatose. Auch das Networking und das Aufsuchen der Stände der Patientenorganisationen sind ein wichtiger Bestandteil des Tages.

Was ist eine seltene Krankheit?

Seltene Krankheiten betreffen weniger als einen von 2’000 Menschen und bedürfen spezifischer, pluridisziplinärer therapeutischer und pflegerischer Massnahmen. Heute kennen wir mehr als 7’000 seltene Krankheiten. 80% sind genetischer Natur, weitere Gründe sind Infektionen, Autoimmunkrankheiten, bestimmte Arten von Krebs oder degenerative Erkrankungen. Sehr oft haben sie einen chronischen Verlauf, führen zu Invalidität und sind lebensbedrohend. Die meisten treten bei Geburt oder im frühen Kindesalter auf, einige brechen erst viel später aus. 30 Millionen Menschen oder 6.5% der Bevölkerung sind in der Europäischen Union von einer seltenen Krankheit betroffen.

ProRaris

ProRaris, Allianz Seltener Krankheiten – Schweiz, wurde im Juni 2010 gegründet. Heute sind ihr 45 Patientenorganisationen und 50 isolierte Kranke angeschlossen. Sie soll den schweizerischen Patientenorganisationen und den isolierten Kranken als Bindeglied dienen, ihre Interessen in die Öffentlichkeit tragen und durchsetzen. Der Vorstand von ProRaris besteht mehrheitlich aus Patienten und ihren Angehörigen. Eines der prioritären Ziele der Allianz ist die Ausarbeitung und Umsetzung eines nationalen Planes für seltene Krankheiten in der Schweiz. Sie engagiert sich auch für die Information über seltene Krankheiten und ihre Anerkennung bei den Behörden und in der

Öffentlichkeit, die Erfassung der Probleme der Patienten, die Aus- und Weiterbildung aller Beteiligten und die Förderung der wissenschaftlichen, klinischen und sozialen Forschung. ProRaris vertritt die Patienten in der „IG Seltene Krankheiten“, die unter dem Vorsitz von Nationalrätin Ruth Humbel im September 2011 gegründet wurde.

Links

ProRaris: www.proraris.ch

Europäische Organisation für Seltene Erkrankungen: www.eurordis.org

Rare Disease Day: www.rarediseaseday.org

Orphanet Schweiz, das Informationsportal für Seltene Krankheiten und Orphan Drugs in Europa www.orphanet.ch

IG Seltene Krankheiten: www.ig-seltene-krankheiten.ch

Praktische Angaben für den Tag der Seltenen Krankheiten

Datum: Samstag, 23. Februar 2013

von 10:15 bis 17:00 Uhr

Saalöffnung um 9:30 Uhr

Ort: Universität Zürich-Irchel

Gebäude Y24

Winterthurerstrasse 190

8057 Zürich

Weitere Informationen über den dritten Internationalen Tag der Seltenen Krankheiten in der Schweiz und das Programm finden Sie unter www.proraris.ch.

Die Teilnahme am Tag der Seltenen Krankheiten ist unentgeltlich. Wie bitten Sie aber um Anmeldung über die Website www.proraris.ch.

Medienkontakt

Für weitere Auskünfte und persönliche Berichte über Erfahrungen mit seltenen Krankheiten kontaktieren Sie bitte:

Marion Schihin, Dynamics Group – Zürich

Tel.: 043 268 32 20, E-Mail: msc@dynamicsgroup.ch

Die Stiftung BNP Paribas Schweiz

Fondation Beyeler: Restaurierung von Fernand Légers »Le passage à niveau« (1912) mit der Fondation BNP Paribas Suisse abgeschlossen

Fondation Beyeler: Restaurierung von Fernand Légers »Le passage à niveau« (1912) mit der Fondation BNP Paribas Suisse abgeschlossen Vor genau hundert Jahren entstand 1912 das Gemälde »Le ...

16 Januar 2013

Fondation Beyeler: Restaurierung von Fernand Légers »Le passage à niveau« (1912) mit der Fondation BNP Paribas Suisse abgeschlossen

Untersuchung des Gemäldes

Vor genau hundert Jahren entstand 1912 das Gemälde »Le passage à niveau« (Der Bahnübergang) von Fernand Léger. Im Rahmen des seit 2011 von der Fondation BNP Paribas Suisse unterstützten Restaurierungsprojektes führte das Restauratorenteam der Fondation Beyeler eine umfassende Untersuchung durch. Das Gemälde von Fernand Léger ist Teil der Sammlung Beyeler und wurde erworben mit einem Beitrag von Kurt Schwank.

Fernand Léger (1881-1955) ist mit zwölf Gemälden prominent in der Sammlung vertreten. Die Werke offenbaren seine ganze Schaffensbreite. Schon früh beschäftigte sich Ernst Beyeler mit Léger, fasziniert von seiner eigenständigen Position unter den Hauptakteuren der Klassischen Moderne wie von seiner Wirkung auf US-amerikanische Künstler wie Roy Lichtenstein und Ellsworth Kelly, die ebenfalls in der Sammlung vertreten sind.

Als frühes und seltenes Landschaftsbild Légers, das auf dem bedeutenden Scheideweg zwischen figürlicher Darstellung und Abstraktion liegt, kommt »Le passage à niveau« nicht nur im Werk des Künstlers eine Scharnier-Funktion zu. Es vermittelt auf eindrückliche Weise auch zwischen den Werken von Paul Cézanne und Henri Rousseau und den kubistischen Bildern von Pablo Picasso und Georges Braque.

Durch eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungsmethoden gewannen die Restauratoren wichtige Informationen zu Material, Technik und Geschichte des Gemäldes. Die resultierenden Erkenntnisse haben gezeigt, dass Légers Werk nicht grundsätzlich als fragil einzustufen ist. Gemälderestauratorin Friederike Steckling berichtet: »Vielmehr waren die Materialwahl des Künstlers und die Einwirkung der Geschichte, die »Le passage à niveau» zum heutigen Zustand führten«.

Fernand Léger, Le passage à niveau

Fernand Léger, Le passage à niveau

Um die Leinwand zu präparieren, benutzte Fernand Léger eine ungewöhnlich wasserempfindliche Grundierung. Ein sehr früher Kontakt mit Nässe, vermutlich während des ersten Weltkriegs sowie eine vergangene Restaurierung mit Feuchtigkeit fügten dem Werk Schaden zu. Deshalb recherchierte das Team nach historischen Abbildungen, um die Veränderungen am Werk nachzuvollziehen.

Tragweite und Massnahmen der Restaurierung wurden anhand der gesammelten Ergebnisse konzipiert. Vorrangig wurden schlecht integrierte Retuschen einer vergangenen Restaurierung entfernt. Ausserdem wurden stecknadelgrosse, gesamthaft über der Oberfläche verteilte Abriebe farblich angepasst. Reversible Retuschen wurden ausschliesslich auf diese bereits vorhandenen Schadensstellen punktuell gesetzt.

Das Team verfolgte das Ziel, die eher ungleichmässige und aufgebrochene Erscheinung der Malschicht zu schliessen, um das Werk wieder an sein Entstehungsjahr 1912 anzunähern, ohne dessen Geschichte und Alter zu verbergen. Untersuchungen weiterer Frühwerke von Fernand Léger waren dabei sehr hilfreich, denn sie ermöglichten eine Annäherung von »Le passage à niveau« an die Wirkungsweise von nicht beschädigten Oberflächen von Frühwerken Légers.

Schliesslich wurden historisch unpassende Textilbänder von der Rückseite des Keilrahmens entfernt und die Leinwandkanten stabilisiert. Auch wurde das Werk mit einer stabileren Neurahmung und einem am Rückseitenschutz befestigten Vibrationsschutz versehen, um allfällige Schäden bei Transporten zu vermeiden. Die durchgeführten restauratorischen Massnahmen sind diskret und mehrheitlich in Details erkennbar.

Restaurierung ist die Kunst, Kunst zu erhalten. Die Zeit hinterlässt ihre Spuren an Kunstwerken. In der Fondation Beyeler arbeitet im Bereich Restaurierung seit 2001 ein Team unter der Leitung von Restaurator Markus Gross. Die Restaurierung von Werken ist eine wissenschaftliche Disziplin, die neue Untersuchungsmethoden mit umfassend historischen Kenntnissen verbindet und zum Teil nahezu detektivische Arbeit leistet. Die Fondation Beyeler hat als museale Institution die Aufgabe, langfristig Kunstwerke zu bewahren und für zukünftige Generationen zu erhalten.

Die Restaurierung nahm länger als ein Jahr in Anspruch. Sam Keller, Direktor der Fondation Beyeler, dazu: »Die Fondation BNP Paribas Suisse hat die Restaurierung eines bedeutenden Gemäldes von Fernand Léger ermöglicht. Als Museum mit einer grossen Sammlung von Werken des Künstlers ist die Fondation Beyeler dankbar für die Unterstützung und das Engagement für Kulturgüter der Fondation BNP Paribas Suisse und glücklich, dass »Le passage à niveau« erforscht, restauriert, ausstell- und transportierbar gemacht werden konnte«.

Die Fondation BNP Paribas Suisse engagiert sich seit über 20 Jahren für die Restaurierung von Kunstwerken in Europa, Asien und den USA mit dem Anliegen aktiv daran mitzuwirken, dass Museumsbestände erhalten bleiben und so an zukünftige Generationen weitergegeben werden können. In der Schweiz hat sie bereits über ein Dutzend Projekte gefördert, die dem Erhalt bedeutender Werke von Max Ernst, Mattia Preti, Auguste Rodin, Bram van Velde und Paolo Veronese galten. Bis 2014 setzt sie das Restaurierungsprojekt mit der Fondation Beyeler fort, das Arbeiten an insgesamt drei Werken der Sammlung umfasst.

Ab Februar 2013 wird das restaurierte Gemälde von Fernand Léger in der neuen Sammlungshängung in der Fondation Beyeler präsentiert. Zugleich startet zu Beginn des neuen Jahres das nächste Restaurierungsprojekt für den Originalgips von Max Ernsts Skulptur »The King Playing With the Queen« (Der König spielt mit seiner Königin) von 1944. Dieser wird anlässlich der kommenden Retrospektive gezeigt, welche die Fondation Beyeler Max Ernst vom 26. Mai bis 8. September 2013 widmet. Mit über 170 Gemälden, Collagen, Zeichnungen, Skulpturen und illustrierten Büchern präsentiert diese Ausstellung anhand zahlreicher Hauptwerke alle Schaffensphasen, Entdeckungen und Techniken von Max Ernst. Die Ausstellung wurde von Werner Spies und Julia Drost konzipiert und entstand in Zusammenarbeit mit der Albertina in Wien. Kurator der Ausstellung in der Fondation Beyeler ist Raphaël Bouvier.

Bildlegenden:

Abb.1:
Untersuchung des Gemäldes im Vergleich mit der Röntgenaufnahme von:
Fernand Léger, Le passage à niveau, (Der Bahnübergang),1912, Öl auf Leinwand, 94 x 81 cm, Fondation Beyeler, Riehen/Basel, Erworben mit einem Beitrag von Kurt Schwank, Riehen © 2013, ProLitteris, Zürich
Foto: Ben Ludwig

Abb.2:
Fernand Léger, Le passage à niveau, (Der Bahnübergang),1912, Öl auf Leinwand, 94 x 81 cm, Fondation Beyeler, Riehen/Basel, Erworben mit einem Beitrag von Kurt Schwank, Riehen © 2013, ProLitteris, Zürich
Foto: Robi Bayer

Abb.3:
Fernand Léger, Le passage à niveau, (Der Bahnübergang),1912, Öl auf Leinwand, 94 x 81 cm, Fondation Beyeler, Riehen/Basel, Erworben mit einem Beitrag von Kurt Schwank, Riehen © 2013, ProLitteris, Zürich
Foto: Friederike Steckling

Pressebilder auf Anfrage unter: presse@fondationbeyeler.ch
Weitere Auskünfte:
Elena DelCarlo, M.A.
Head of PR / Media Relations
Telefon + 41 (0)61 645 97 21, presse@fondationbeyeler.ch, www.fondationbeyeler.ch
Fondation Beyeler, Beyeler Museum AG, Baselstrasse 77, CH-4125 Riehen
Öffnungszeiten der Fondation Beyeler: täglich 10.00-18.00 Uhr, mittwochs bis 20.00 Uhr